Flexible Fertigung verlangt verlässliche Maschinen- und
Werkzeug­konfigurationen.

Wenn Produktionsanlagen bereits direkt nach einem Chargen- oder Produktwechsel die erwartete Qualität ausstoßen, ist das ein klarer Hinweis darauf, dass alle Einflussgrößen präzise aufeinander abgestimmt sind.

Wer weiß, wie aufwendig sich manuelle Parameterwechsel bei der Neukonfiguration der Bearbeitungsstationen einer Linie darstellen und welche fatalen Auswirkungen kleine Fehler hinsichtlich der Produktqualität verursachen können, der wird sich längst dem Thema Line & Equipment Management (LEM) genähert haben.

Hier stellen wir Ihnen InfoCarrier® LEM vor. Wir, die on/off it-solutions gmbh, gestalten diese Anwendung für Sie nach Maß, exakt dimensioniert für Ihr Aufgabenprofil. Das ist wirtschaftlich und effektiv, bestätigen unsere Kunden.

InfoCarrier® LEM – ein Leistungs- und Nutzenportrait


InfoCarrier® LEM (Line & Equipment Management) gewährleistet in Produktions- und Verpackungslinien eine fehlerfreie Zuordnung der passenden Maschinenkonfigirationen gemäß der Anforderungen des betreffenden Produktes. Der Einsatz des Systems spielt seine Vorteile bei jeder einzelnen Umstellung der Linien und ihrer Stationen auf ein neues Produkt aus: Mit geringem Aufwand und hoher Sicherheit sind alle Parameter richtig gesteuert. Das vermeidet Umarbeitung und Ausschuss. Die Qualität stimmt von Anfang an.

InfoCarrier® LEM im Überblick

InfoCarrier® LEM verwaltet die Parameter einer Maschine zentral, und der Bediener kann die Maschinen, die über entsprechende Schnittstellen an den InfoCarrier®-Server angebunden sind, mit wenigen Eingriffen anpassen. So beschränkt sich die Umstellung auf neue Sollvorgaben – beispielsweise bei einem Produktwechsel – auf nur drei Scans und einen Maus-Klick. Letzterer gibt dem InfoCarrier® den Befehl, die entsprechenden Parameter direkt in die jeweiligen Maschinen zu laden.

Allein diese einfache Routine ersetzt den zeitaufwendigen und fehlerträchtigen manuellen Parameterwechsel an den einzelnen Maschinen und Stationen. Zudem erlaubt eine funktionale Vernetzung mit dem ERP-System den Austausch von Produktstammdaten, zum Beispiel des Mindesthaltbarkeitsdatums oder anderer geforderter Informationen.

Die modulare Struktur verleiht dem InfoCarrier® LEM genau jene Flexibilität, die zeitgemäße Produktionslinien fordern. So können wir das Line & Equipment Management für eine einzelne Maschine dimensionieren, für eine Linie, einen Bereich oder auch für einen kompletten Standort. Der Vorteil für Sie: InfoCarrier® LEM ist stets so groß, wie es zu Ihren Anlagen passt – »auf Wachstum programmiert«.

Willkommen zum Dialog.

Praxisbeispiel »Nettogewichtsverbeutelung«

Ein großer, weltweit agierender Süßwarenhersteller setzt InfoCarrier® LEM für seine Verpackungslinien ein. Jährlich werden hier etwa 250.000 t Genussmittel produziert – etwa zur Hälfte für den Export. Bei einem Umsatz von jährlich etwa 1,3 Mrd. € beschäftigt das Unternehmen ca. 4.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Situation:

Neue gesetzliche Vorgaben erlauben die bisher durchgeführte Brutto-Verwiegung (Produkt mit Umverpackung) künftig nicht mehr. Folglich ist das Unternehmen gehalten, seine Anlagen auf die Netto-Verwiegung umzustellen, also auf die Ermittlung des Produktgewichts ohne Umverpackung.

Der Aufwand für das manuelle Einpflegen der neuen Parameter an den jeweiligen Maschinen bei jedem einzelnen Produktwechsel wäre erheblich und birgt erfahrungsgemäß ein hohes Fehlerrisiko.

Die Aufgabe:

Folglich sollte ein automatisiertes Management dieser Routinen eingeführt werden, nicht zuletzt, um bei den Umstellungen kürzere Anpassungszeiten, mehr Sicherheit und mehr Komfort zu gewährleisten – mit dem Ziel, mehr Anlageneffizienz und mehr Qualität zu generieren.

In das Line & Equipment Management mussten 40 Verpackungslinien mit insgesamt über 180 Einzelmaschinen (Mehrkopfwaagen, Kontrollwaagen, Beutelmaschine, Beutel- und Kartondrucker, Packer, Palettierer) integriert werden.

Die Lösung:

Für diese Aufgabe wurde eine übergreifende, datenbankgestützte Parameterverwaltung mit dem InfoCarrier® LEM in die vorhandene Infrastruktur integriert. Der InfoCarrier® »zieht« regelmäßig Artikelstammdaten, Gewichte und Drucklayouts für ca. 1000 verschiedene Produkte aus dem unternehmensweiten SAP-System. Diese Daten werden im LEM zudem stets aktualisiert und durch optimierte linien- und produktspezifische Maschinenparametersätze ergänzt.

Die modulare Struktur des InfoCarrier® LEM erlaubt es, das System standortweit mit minimalem Aufwand zu erweitern. Dabei kann der Anwender selbst weitere Linien und Maschinentypen einschließlich der entsprechenden Kommunikationstreiber konfigurieren.

Neben dem Laden und Rückladen von Parametern zu und von den Maschinen liest InfoCarrier® LEM statistische Daten der Waagen zyklisch und ereignisgesteuert aus und speichert diese zentral. Bei jedem Schicht- und Artikelwechsel erfasst das System die Waagenprotokolle.

Mittels Handscanner lösen die Bediener die Vorgänge zum Laden und Rückladen der Parameter für alle Maschinen einer Linie aus.

»Unter dem Strich«:

Deutlich weniger Fehler: Bereits beim Piloteinsatz des InfoCarrier® LEM konnte das Unternehmen den Aufwand zur Neuverpackung von Konsumartikeln, die über eine Schicht fehlerhaft verpackt wurden, gegenüber dem vorangegangenen Jahr um etwa 80 Prozent reduzieren!

Deutlich weniger Zeitaufwand: Die modulare Struktur des Systems hat es ermöglicht, alle Maschinenkonnektoren und Datenschnittstellen bereits vor der eigentlichen Inbetriebnahme einzeln zu testen. Das erfolgte in enger Abstimmung mit den Geräteherstellern. Die Inbetriebnahme konnte so verkürzt und der enge Projektzeitplan eingehalten werden.

Deutlich mehr Flexibilität: Der Kunde war bereits während der Inbetriebnahme in der Lage, selbstständig weitere Verpackungslinien an das System anzubinden. Die einfach strukturierte und didaktisch aufbereitete Bedienoberfläche wurde vom Bedien- und Wartungspersonal gut angenommen. Nach Aussage des Kunden wurden durch die Bedienung des Systems über nur drei Barcodescans die Fehlerquellen und die Zeiten für einen Produktwechsel erheblich reduziert.

Der Systemaufbau

InfoCarrier® LEM basiert auf einer eingebetteten Oracle-Datenbank, die im Lieferumfang des Systems enthalten ist.

Über eine Dateischnittstelle kann das übergeordnete Warenwirtschafts-System regelmäßig Produktstammdaten an das Line & Equipment Management übertragen. Im Rahmen jedes Auftragswechsels ruft der InfoCarrier® Mindesthaltbarkeitsdaten und weitere auftragsspezifische Daten über eine Webservice-Schnittstelle aus einem externen System ab.

Die Bedienanwendung des InfoCarrier® LEM läuft auf allen zeitgemäß konfigurierten Büro- oder Maschinenarbeitsplätzen. Die Maschinenanbindung erfolgt dabei über dezentrale Gateways, die an beliebigen Stellen im unternehmensweiten Netzwerk installiert werden können, so dass sich das System in jede bestehende IT-Sicherheitsstruktur einbinden lässt. Die Benutzerauthentifizierung und die Rechtevergabe lassen sich in das Active Directory von Microsoft Windows integrieren.

Integrierte maschinenspezifische Konnektoren schaffen die Voraussetzung dafür, das System jederzeit um weitere Maschinen ergänzen zu können. Die Anbindung der Maschinen kann via unterschiedlichster Kommunikationswege erfolgen (seriell, Ethernet, OPC u. a.). Weitere Kommunikationswege können jederzeit mit geringem Aufwand – auch projektspezifisch – nachgerüstet werden.

Hauptmerkmale

  • Produktstammdaten-Übernahme aus dem übergeordneten ERP (z. B. SAP)
  • Sollparametervorgabe an die jeweiligen Maschinen
  • Zurückladen der aktuellen Parameter von den Maschinen
  • Bidirektionale Kommunikation mit den Maschinen
  • Konfigurierbare Anlagen- und Linienstruktur
  • Speicherung der Wiegeprotokolle bei Schicht- und Produktwechsel
  • Rückbuchung an ERP (z. B. SAP) möglich
  • Einbindung in vorhandene Rechner-Domäne möglich
  • Einfache Erweiterbarkeit durch Einsatz von Maschinen-Konnektoren
  • Datenerfassung per Scanner möglich (Produkt / Linie / Schicht, …)
  • Langfristige Archivierung der Daten
  • Auswertemöglichkeit für alle erfassten Daten
  • Einbindung der Daten in übergreifende Monitoringsysteme (z. B. zur systematischen Erfassung der Anlagenverfügbarkeit (OEE))

Alle Informationen zum InfoCarrier® LEM schwarz auf weiß? Laden Sie hier das System-Portrait als PDF herunter und ...

... wenn Sie wissen möchten, welche Vorteile das System speziell in der Infrasturktur Ihres Unternehmens bringt, dann sollten wir miteinander reden.